Du oder Sie in Betreuung und Pflege

Du oder Sie?
Du oder Sie?

Heute morgen bin ich im Blog eines Bekannten auf einen schönen Artikel gestoßen, der sich mit der niemals langweiligen Frage beschäftigt, ob man Mitmenschen, Arbeitskollegen und Geschäftspartner „duzen“ oder „siezen“ sollte. Auf die grundlegenden Fragen will ich gar nicht groß eingehen, sie sind dort erstmal hinreichend geklärt. Mich hat – erneut – die Frage beschäftigt, wie man das als pflegende Person bzw. als betreuende Person handhabt. Schafft man eine angenehme, persönlich Atmosphäre durch das „Du“, oder wahrt man die professionelle Distanz durch Verwendung des „Sie“?

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Du oder Sie in Betreuung und Pflege was last modified: Februar 3rd, 2015 by Heptopus
 

Unterwegs V – Bloß nicht aufregen

Der Wi**ser
Der Wi**chser

Heute mache ich ein Experiment. Für einen Tag nehme ich mir ein Beispiel an anderen und versuche alles zu vergessen, was man mir beigebracht hat, als ich ein Kind war. Ich pfeife auf das, was Mutter, Vater und meine Lehrer erfolgreich in mein Hirn geprügelt haben! Die Sau, die lass ich raus, als wäre ich der einzig wichtige Mensch auf der Welt – ich nehme mir mein Geburtsrecht als Halbgott! Wenn ich mich schon in die Gefilde des Pöbels herab begebe, dann soll er spüren wer ich bin!

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Unterwegs V – Bloß nicht aufregen was last modified: Februar 3rd, 2015 by Heptopus
 

Wie die Sprache unsere Sicht auf die Welt verändert

Sprache
Wie Sprache unser Denken beeinflusst.

So manch einer ist stolz darauf, zu sprechen, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Einfach die Meinung sagen, gerade heraus, frei und direkt, denn man will sich ja nicht verbiegen lassen. Meistens werden diese Leute beklatscht dafür, das sie Dingen einen einfachen, greifbaren Namen geben und wir das nicht selber tun müssen. Denn es kommt ja hin und wieder vor, das dadurch Menschen verletzt werden oder sich verletzt fühlen. Und gerade heutzutage stinkt es auch einfach vielen, dass sie quasi vorgeschrieben bekommen, wie sie zu sprechen haben. Für alles gibt es Regeln: Gender-Mainstream, die ewige Diskussion, wie man Menschen mit Behinderung nennen soll bzw. darf, die Ächtung des Wortes „Neger“-Kuss usw. usf.

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Wie die Sprache unsere Sicht auf die Welt verändert was last modified: Februar 3rd, 2015 by Heptopus
 

Persönliche Assistenz IV – Die Rasur

The shave
The shave

Ich habe gestern Jürgen rasiert. An und für sich ist das nichts Ungewöhnliches, da ich ihn immer rasiere, wenn ich morgens bei ihm bin. Es gefällt ihm nicht einmal besonders gut, aber er möchte das so, auch wenn er nach fast zwei Jahren immer noch nicht das nötige Vertrauen in meine Fähigkeiten hat um sich dabei zu entspannen. Ich nehme an, er hält mich insgeheim für einen Trottel – sollte ich mal ein Zeugnis von ihm bekommen würde darin stehen: „Herr Heptopus war stets bemüht.“

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Warum das Dschungelcamp dieses Jahr ziemlich gelungen ist

"Dschungelcamp"-Logo
„Dschungelcamp“-Logo

Es ist im Moment aus jeder Ecke hörbar – das Dschungelcamp dieses Jahr ist kacken-langweilig, zumindest von denen, die es auch regelmäßig schauen. Dem Rest sei die Meinung und Ablehnung gegönnt, das es völliger Unsinn ist, ich kann das sogar verstehen. Persönlich habe ich mich aber, wie so viele andere, um mein Feierabend-Vergnügen betrogen gefühlt. Die letzten Staffeln waren da anders, es wurde gezickt und gebissen, als würde es wirklich um was gehen und man hatte fast den Eindruck, man hätte echte Menschen vor sich, die sich mit mehr oder weniger echten Problemen herumschlagen müssen – wie bekomme ich was zu Essen, wie bekomme ich den Tag rum, während meine Menschen missgünstig auf alles schauen, was ich erreiche? Das es dieses Jahr so anders ist, so scheinbar langweilig, macht es aber eigentlich schon wieder richtig interessant.

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Warum das Dschungelcamp dieses Jahr ziemlich gelungen ist was last modified: Februar 3rd, 2015 by Heptopus
 

Unterwegs V -Retrospektive

OF-fenbar bin ich zu langsam.
OF-fenbar bin ich zu langsam.

Heute ist Samstag und es ist Winter. Es passiert nicht viel, das erzählenswert wäre. War heute bei Jürgen, da war auch nichts los und es hat wieder angefangen zu schneien. Da dachte ich mir, es sei eine gute Gelegenheit, eine ältere, dem einen oder anderen bereits bekannte Geschichte neu zu erzählen, auf vielfachen Wunsch meiner Leser (der Unmengen von Lesern 😛 ). Sie beschäftigt sich mit meiner erhöhten Gefährundslage wenn ich mich zu privaten Zwecken in ein Auto setze, zum Leidwesen der PEGIDA gibt es aber keinen islamisierenden Hintergrund; ungeachtet der Religion und/oder Herkunft zeigt sich nur, wie bescheuert Autofahrer sind. Eventuell kann man das noch in Zusammenhang mit gewissen Kennzeichen bringen, aber das wars dann auch schon. Aber: der Worte genug, lasst Euch entführen. Es war im Mai des Jahres 2014, wir hatten gerade unseren Pachtvertrag für den Garten unterschrieben, da begab es sich…

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PEGIDA – Was macht denn die Peggy da?

https://www.youtube.com/watch?v=O8xmtJGOP9w&feature=youtu.be

Das lasse ich mal so stehen, ohne es wirklich großartig zu kommentieren. Ich fasse es nur ein wenig zusammen. Wieso soll man in einer Stadt, in der der Anteil der Muslime bei 0,4% liegt, NICHT gegen Muslime demonstrieren? Es gibt schließlich überhaupt keinen Regenwald in Deutschland, gegen dessen Abholzung darf man aber demonstrieren. Hier wird ja wohl mit zweierlei Maß gemessen!

Auch wenn der Video-Schnipsel natürlich aus dem Zusammenhang gerissen ist und die folgende, bestimmt gut durchdachte und rhetorisch eindrucksvoll vorgetragene Argumentation  völlig ignoriert, bekommt er von uns eine Auszeichnung für die schlechteste Einleitung ever. Selfowned mit eingesprungener Gesichtspalme!

Echt jetzt?
Echt jetzt?
PEGIDA – Was macht denn die Peggy da? was last modified: Januar 23rd, 2015 by Heptopus
 

Unterwegs IV – Energie!

Energie!
Warp 4, Energie!

Vor einigen Tagen war ich unterwegs, ohne Jürgen zwar, aber vollauf damit beschäftigt, mich selbst zu betreuen. Ich kam gerade von der Schule, hatte die Bahnfahrt hinter mir und war nun für ungefähr 15 Minuten mit mir selbst allein, während ich nach Hause lief. In diesen Momenten denke ich über alles Mögliche nach, das meiste davon ist mir im Anschluss nicht einmal mehr bewusst, und so lässt sich dieser Zustand wohl am Besten mit planvoller Trance beschreiben, es sind Tagträume, eine eingeschobene, teilweise Defragmentierung meines Gehirns die meine geistige Gesundheit erhält Vom Rest der Welt bekomme ich dann nicht mehr viel mit. Und so kam es, das ich irgendwann vor zwei Kindern stand, die am Boden herumlungerten, rechts eine Hauswand, an der eines lehnte, links ein Lieferwagen, an dem das andere lehnte, beide im Alter von ungefähr zehn Jahren.

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Unterwegs IV – Energie! was last modified: Februar 3rd, 2015 by Heptopus
 

Warum denn ausgerechnet Dschungelcamp?

"Dschungelcamp"-Logo
„Dschungelcamp“-Logo

Immer wieder fragen mich Menschen: „Heptopus, schaust Du eigentlich das Dschungelcamp?“ und wenn ich ihnen antworte: „Ja das tue ich!“ kommt es vor das sie sagen: „Oh. Das hätte ich nicht gedacht. Das hast Du doch gar nicht nötig.“ Und recht haben sie, ich habe das gar nicht nötig. Aber was soll ich denn tun? Es macht mir halt Spaß, nein, ich liebe es. Ich freue mich eigentlich das ganze Jahr darauf. Denn genauso „soziologisch“, wie man die Abläufe im Camp betrachten kann, kann man sich auch seine Mitmenschen anschauen. Während ich mir „Unterschichten-Fernsehen“ anschaue, versuchen sie mich mit „Unterschichte-Argumentation“ wieder davon abzubringen.

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Warum denn ausgerechnet Dschungelcamp? was last modified: Februar 3rd, 2015 by Heptopus
 

Pflegemodelle I – Selbstpflege

Das Konzept der Selbstpflege geht auf Dorothea Elizabeth Orem zurück, eine Pflegewisschenschaftlerin aus den USA, die in ihrem 1971 erschienenen Buch „Nursing: Concepts of practice“ (Krankenpflege: Konzepte der Praxis) die Theorie vorstellte. Ihren Überlegungen liegen drei Fragen zu Grunde:

  1. Wie handeln Pflegekräfte, und was sollten sie als Ausübende der Pflege tun?
  2. Warum handeln Pflegekräfte, wie sie handeln?
  3. Was ist das Ergebnis dieses Handelns?

Das Modell stellt einen übergeordneten Bezugsrahmen dar, der drei Theorien mit dem Schwerpunkt Selbstpflege zusammenfasst:

  • Theorie der Selbstpflege (Selbstpflegekompetenz und -erfordernisse, situativer Pflegebedarf)
  • Theorie des Selbspflegedefizits
  • Theorie der Pflegesysteme (Pflegekompetenz und -systeme, Methoden des Helfens)

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Pflegemodelle I – Selbstpflege was last modified: Februar 3rd, 2015 by Heptopus