Pflegepraktikum im Hospiz – 4. Woche

Wo geht die Reise hin?
Wo geht die Reise hin?

In der 4. Woche meines Praktikums arbeite ich mit einer anderen Anleiterin zusammen. Dadurch beschäftige auch ich mich mit einigen Patienten, mit denen ich zuvor nur wenig Kontakt hatte, andere wieder bleiben gleich. Wir sind als „Springer“ unterwegs – es ist jeweils eine Pflegekraft auf einem Stockwerk für eine Reihe Patienten zuständig, die Springer haben die verbleibenden Patienten auf beiden Stockwerken, so dass jeweils 4 Menschen versorgt werden. Gegen Ende der Woche habe ich meinen ersten Tiefpunkt.

Tag 15 – Montag, der 9.3.

An diesem Morgen brennt im Hospiz wieder eine Kerze. Ich habe eine Vermutung, die auch bestätigt wird als ich auf Station komme – der Apfelwein-Trinker aus 210 ist von Sonntag auf Montag verstorben. Nach allem was ich weiß war es wohl besser für ihn – sein ganzes Leben, inklusive der letzten Tage, war scheinbar kein besonders angenehmes. Aber er war nicht lange genug hier, so dass ich mir eigentlich kein wirklich gutes Bild machen kann.

Meine eigentliche Arbeit beginnt dann singend, ich bin in 209 bei der Sängerin und reiche Frühstück an. Ich muss nicht viel machen – sie ist heute sehr gut drauf und isst eigentlich komplett alleine, ab und zu rücke ich den Teller wieder in ihr Sichtfeld und fülle ihre Tasse wieder auf. Für den anschließenden Toilettengang hole ich mir Unterstützung.

Wir gehen zu 205, den ich bisher noch nicht ausführlich vorgestellt habe. 205 kam letzte Woche zu uns, war gut ansprechbar und ein freundlicher Mensch muslimischen Glaubens, dem die Hygiene vor dem Essen sehr wichtig war. Er litt damals schon häufig unter Phasen starker Verwirrung, die ihm sehr zu schaffen machten, für die er sich auch schon prophylaktisch entschuldigte. Er aß im Sitzen und ohne Unterstützung. Dieses Bild habe ich noch vor Augen als wir das Zimmer betreten.

Es geht ihm mittlerweile nicht mehr so gut. Er liegt im Bett, er mochte nicht frühstücken. Auf unsere Ansprache reagiert er nur ab und an, einen großen Teil der Zeit redet er mit einer vierten Person, die nicht im Zimmer ist. Er beschwert sich auch darüber, das wir ihr nichts zu essen und keine Medikamente bringen. Wir versprechen ihm, in Zukunft gewissenhafter zu sein. 205 soll dadurch nicht auf den Arm genommen zu werden, aber es hat keinen Sinn ihm ausführlich zu erklären und zu begründen warum diese Person nicht wirklich anwesend ist. Vielleicht würde es ihn noch mehr verwirren, wütend machen, traurig machen, wer weiß – es würde ihm auf jeden Fall nicht besser gehen dadurch.

205 ist sehr erregt, er fällt immer wieder ins Arabische, was es uns schwer macht, seine Bedürfnisse richtig zu deuten. Immerhin möchte er gepflegt werden. Er ist in der Lage, bei den Positionswechseln zu helfen. Er klagt über Bauchschmerzen, er möchte abführen, es will ihm so recht nicht gelingen. Mit unserer Hilfe setzt er sich auf den Toilettenstuhl und wir geben ihm einige Zeit, es hilft aber nicht. Er wird ein Medikament bekommen, hoffentlich verschafft das ihm Erleichterung. Ich wasche ihm noch die Füße und creme die Beine ein, was er zu genießen scheint. Während der Pflege ist mir aufgefallen, wie unruhig er allgemein ist; er gestikuliert viel, unterhält sich mit Menschen, die nicht anwesend sind (aus seiner Vergangenheit?) und wenn er liegt, zuckt er, mal nur mit einer Seite des Körpers, mal der ganze Körper.

Sein Zustand hat sich sehr verschlechtert. Am Ende der Pflege bittet er noch um ein Schlafmittel und etwas zur Beruhigung. Im Laufe des Tages besuche ich ihn immer wieder, um zu sehen wie es ihm geht. So richtig wirken wollen die Medikament nicht, erst gegen Mittag findet er etwas Ruhe und schläft.

Wir gehen in den ersten Stock in Zimmer 111, der Patient wird in den Rollstuhl mobilisiert. Die Kinästhetik-Anleiterin von Freitag ist noch einmal mit dabei, anschließend unterstütze ich noch beim Mittagessen. 111 ist wie immer von ausgewählter Höflichkeit. Er bekommt wieder Besuch von seinen Eltern, also verlasse auch ich das Zimmer.

Ich unterhalte mich noch kurz mit anderen Patienten, meinen Anleitern, und dann sind wir schon im Übergabegespräch – keine Besonderheiten.

Tag 16 – Dienstag, der 10.3.

Dienstag beginnt ohne Kerze im Foyer und wieder singend. Essen anreichen in 209, ausnahmsweise scheint es nicht so recht zu munden. Sie drückt sich immer wieder vom Tisch weg und ich denke mir: „Na gut, sie hat keinen Appetit.“ So ganz sicher bin ich mir da aber nicht – vom Allgemeinzustand wirkt sie eher präsenter als sonst, nicht verschlechtert, also halte ich noch einmal Rücksprache mit meiner Anleiterin.

Sie klärt mich dann darüber auf, das sie heute morgen eine „Abführmaßnahme“ durchgeführt hat (…), ich mutmaße einfach das 209 dann vielleicht jetzt auf Toilette muss. Und so ist es dann auch – es ist zwar nicht die angenehmste Unterbrechung beim Frühstück, aber danach hat sie auch wieder Appetit und singt mich freudestrahlend an. Es ist nicht einfach, bei ihr herauszufinden was sie möchte oder braucht, aber immerhin hat es diesmal geklappt. Allerdings grummele ich ein bisschen, mit der Information wäre ich vielleicht etwas schneller auf den Trichter gekommen.

Zimmer 111, heute ist Haare waschen dran, im Bett, mit dem dafür vorgesehenen „Planschbecken“: aufblasbar, mit einer Mulde für den Kopf und einem Ablauf. 111 hilft so gut mit, so gut wie er kann, er genießt die Haarwäsche und lobt unser „Hotel für den ausgezeichneten Service und die hervorragende Küche“. Ob das Einbildung oder Verdrängung ist wage ich nicht zu beurteilen, er ist in jedem Fall sehr zufrieden – aber erschöpft. Er möchte schlafen.

Anstatt Übergabe steht heute die Pflegeplanung an: sind die formulierten Probleme und Ziele (aus Patientensicht) noch aktuell oder müssen sie neu formuliert werden? Bei 111 angekommen besteht scheinbar kein Bedarf zur Veränderung, aber ich kann mich damit nicht anfreunden. Also melde ich mich (normalerweise halte ich mich eher zurück – Praktikant und so) und frage vorsichtig, wie das Problem „leidet unter dem Wissen, einen Hirntumor zu haben“ begründet ist. Ich freue mich, wie offen die Frage diskutiert und meine Meinung dazu ernst genommen wird. Ich versuche, zu begründen, wieso ich das nicht denke, ich führe die Hotel-Fantasie und was ich sonst noch so mitbekommen habe an und das ich nicht denke, das es momentan ein Problem für ihn ist – sogar wenn er es nur verdrängt. Letzten Endes wird beschlossen, das ein Kollege aus der Spätschicht neue Probleme und Ziele formulieren soll. Ich bin ein klein wenig stolz 🙂

Tag 17 – Mittwoch, der 11.3.

Morgens ist nicht viel zu tun. Fast alle schlafen noch, also widme ich mich dem Aktenstudium, um mir ein Bild zu verschaffen, wie die einzelnen Patienten von Ärzten und Krankenhäusern gesehen wurden, bevor sie ins Hospiz kamen. Um ehrlich zu sein – das meiste was ich lese ist für mich wie eine Fremdsprache. Ich bräuchte ein medizinisches Wörterbuch, um wirklich schlau daraus zu werden, und um alles einzeln nachzufragen ist es schlicht zu viel.

Ich habe darum gebeten, mich dazu zu holen wenn 111 („mein“ Patient, den ich für meinen Bericht beschreibe) aus dem Bett in den Rollstuhl transferiert wird – für mich heute ein absoluter Glücksfall, die Pflegekraft die heute für ihn zuständig ist, ist top. 111 ist wie gewohnt freundlich, wertschätzend, motiviert. Zusätzlich zu der Einweisung in die Kinästhetik, die ich Freitag bekommen habe erhalte ich einen Kurz-kurz-Lehrgang in basaler Stimulation und sie erzählt mir etwas über eine basal-kinästhetische Waschung, die sie 111 heute morgen zukommen lassen hat (darüber schreibe ich separat noch einmal). Auf 111 scheint das einen außergewöhnlich positiven Effekt zu haben, er sitzt viel gerader und stabiler als noch vor dem Wochenende. Das Frühstück übernimmt heute eine Kollegin, die Auszubildende in der Krankenpflege ist.

206 ist wieder sehr unruhig, er halluziniert, möchte nicht essen, möchte nicht gepflegt werden. Das einzige, das ich im Moment für ihn tun kann, ist ein wenig bei ihm zu bleiben. Heute redet er fast ausschließlich arabisch, gestikuliert und hat diese Zuckungen, die momentan niemand so recht einordnen kann. Wir führen so eine Art Unterhaltung, irgendwann schickt er mich recht barsch weg, nur um mich gleich darauf zurückzurufen.

Auch 208 hat einen schlechten Tag. Am Tag zuvor hatte er mit meiner Anleiterin verabredet, heute eine richtige Dusche zu versuchen, nicht nur Pflege im Bett. Er ist zu erschöpft, oder zu verzweifelt, oder beides. Also waschen wir ihn im Bett, bei der Intimpflege fängt er an zu weinen.

111 wird normal gepflegt. Während dessen klingelt bestimmt 20-mal das Telefon mit Patientenruf. Im Nachbarzimmer ist eine Dame, die (fast) nur russisch spricht. So wie meine Kollegin. Sie möchte das sie bei ihr bleibt, sie fühlt sich sehr einsam und setzt meine Kollegin massiv unter Druck. Sie sagt: „Wenn ich nicht gehen kann, geht ihr auch nicht.“

111 hingegen ist super drauf. Heute geht es ihm richtig gut, er redet für seine Verhältnisse fast laut und freut sich total, das es Suppe gibt. Er lacht sogar richtig und verschluckt sich, weil er so lustig findet, mir zu erklären, er sei „suppensüchtig“. Ich muss mitlachen, ich freue mich ebenfalls.

Tag 18 – Donnerstag, der 12.3.

Reflexionstag in der Schule – yay. Und direkt alles wie gehabt. Die Bahn war jetzt fast vier Wochen pünktlich. Heute nicht.

Zum Tag selber gibt es nicht so viel zu sagen. Wir haben gefrühstückt. Wir haben geredet. Aber kaum über das Praktikum. Wir haben einen Fall im Rahmen einer „kollegialen Beratung“ diskutiert, den ein Mitschüler mitgebracht hat. Keiner kennt die Einrichtung, keiner den Patienten, aber es ging ja auch nur darum, das Schema zu üben. War nett. Habe mich gefreut, meine Mitschüler wieder zu sehen.

Tag 19 – Freitag, der 13.3.

Nachts habe ich von 111 geträumt, ich habe geträumt, das eine Kerze für ihn brennt. Ich bin erleichtert, das es nicht so ist, als ich am Hospiz ankomme. Das erste Mal überhaupt, das ich mir darüber Gedanken mache. Ich gehe kurz in den zweiten Stock, aber hier gibt es nichts für mich zu tun, also mache ich mich direkt auf den Weg zu 111.

Die Auszubildende und ihre Anleiterin sind noch im Stationszimmer, ich darf mich dazugesellen. Darf weil: die Auszubildende soll gerade erklären, wie sie vorgehen möchte wenn sie 111 betreten, und die Anleiterin fragt sie ob es sie stört oder verunsichert wenn ich zuhöre. Tut es aber nicht, so kann ich gleich auch noch was lernen, nochmal ganz konkret mit welchem Plan bzw. Zielsetzung sie das Zimmer jetzt betreten, aus Sicht einer Auszubildenden und nicht eines Praktikanten.

Ich bekomme mit, das es 111 gestern nicht so gut ging, starke Kopfschmerzen und Nackenschmerzen. Das klingt nicht sonderlich bedrohlich, aber ich habe hier die Erfahrung gemacht, das starke Schmerzen genau das meint, was es ausdrücken soll: starke Schmerzen. Im Zimmer schaue ich dann nur zu, er äußert keine Schmerzen, er hat aber auch keinen Appetit und möchte weder gepflegt werden noch aufstehen.

Auf dem Weg in den zweiten Stock kommt mir dann wieder mein Traum in den Kopf. Eigentlich gebe ich nie viel darauf, wenn mir jemand anderes von sowas erzählt, irgendwie ist mir ein wenig mulmig dabei. Die eine Fachkraft rät mir dazu, vielleicht ein paar Tage Abstand zu 111 zu lassen. Vielleicht hat sie recht, sie hat die Erfahrung und so etwas bestimmt schon so oder so ähnlich erlebt.

Fürs Erste lasse ich es dabei bewenden, wir gehen nach 206, wünschen einen guten Morgen und ich sehe, das es auch ihm nicht gut geht – so wie eigentlich die ganze Woche. Er ist sehr verwirrt, hat großen Durst, ist schlecht ansprechbar und stark am Zittern. Ich bleibe bei ihm und schaue, ob er frühstücken möchte. Er versucht es, schafft es aber nicht mehr, das Brot zum Mund zu führen; zum einen, weil er so stark zittert, zum anderen ist sein Blick wie in die Ferne gerichtet. Er schaut auf jeden Fall nicht auf das Brot. Er hat die ganze Zeit über feuchte Augen, ich bin mir aber sehr unsicher, ob es Tränen sind. Nach Rücksprache mit meiner Anleiterin beschließe ich, es nachher noch einmal zu versuchen.

Sie spricht mich an, ob ich heute nicht so gut drauf sei, ich käme ihr anders vor als die letzten Tage. Ich bin ehrlich erstaunt und verneine, ich fühle mich wie immer.

In 208 machen wir ganz normal die Pflege. Er ist stabil, hat gefrühstückt und es gibt keine Besonderheiten.

Danach suche ich regelrecht Arbeit. 206 – schläft. 207 kenne ich kaum. 208 – schläft. 209 – schläft. 210 – außer Haus (gibt es auch – nicht oft, aber darum kenne ich sie noch nicht, sie ist neu seit gestern). 211 – schläft. Auch im ersten Stock sieht es ähnlich aus. Also gehe ich zurück zu 205, aber mit dem Essen will es noch nicht so recht klappen, also setze ich mich einfach dazu. Er ist so stark am Zittern, verzieht das Gesicht und „brabbelt“, und auch seine Atmung rasselt (wie in Woche 3 beschrieben) das ich zuerst denke, er stirbt – hier und jetzt. Aber dann hustet er. Das ist gut, das passiert eher nicht wenn jemand im Sterben liegt, es ist also nicht dieses „typische“ Zeichen. Ich spreche meine Anleiterin trotzdem darauf an und sie bestätigt meine Einschätzung.

Also bleibe ich bei ihm sitzen. Ich halte dabei seine Hände und versuche, wenn es mir möglich erscheint, einen Zugang zu finden, mit ihm zu reden. Er hört irgendwann ganz auf zu reden, nach ungefähr 15 Minuten. Nach 30 Minuten merke ich, wie das Zittern nachlässt und nach 45 Minuten ist er fast eingeschlafen.

Ich merke, das ich ebenfalls ziemlich erschöpft bin. Vielleicht hat meine Anleiterin recht gehabt mit ihrer Frage. Dieser Traum, ihre Einschätzung, und ja, ich habe schlechte Laune. Anfangs habe ich mich geärgert, das niemand mir Arbeit gibt und mich gefragt, ob ich so viel falsch gemacht habe, das mir niemand etwas zutraut (da steckt schon eine eigene Pathologie drin, das sofort auf sich zu beziehen, nicht wahr?). Genauer betrachtet stelle ich fest: es gibt gerade nichts zu tun. Viel Arbeit gibt es, wenn die Patienten gut drauf sind. Im Moment sind sie aber stabil, stabil schlecht, und zwar fast alle. Es liegt nicht an mir.

Im Stationszimmer spreche ich das nochmal an und die Kolleginnen sehen das auch. Mir tut es unglaublich gut, das es ihnen genauso geht mit der Situation. In der Feedback-Runde kann ich es noch etwas präziser beschreiben, und auch die Kollegen aus der Spätschicht teilen diese Gefühle. Es ist ruhig, man spürt es im ganzen Haus.

Im Anschluss bekomme ich noch Besuch von meiner Lehrerin. Eigentlich sollte man meinen, heute sei ein schlechter Tag dafür, aber ich habe gemerkt wie gut es mir getan hat, sofort angesprochen zu werden und genau hinzusehen, so dass sich nichts aufstauen und entwickeln konnte, was mir vielleicht noch Probleme bereitet hätte. Also führe ich sie herum, erkläre ihr alles, was ich so mache und gemacht habe und wir unterhalten uns fast 1,5 Stunden.

Die vierte Woche (auf Rechtschreibfehler nehme ich noch weniger Rücksicht als sonst, muss alles raus)

Rückblickend war die vierte Woche anstrengend, schwierig auszuhalten. Ich merke es heute. Ich kann noch nicht so viel dazu sagen außer: ich freue mich, so wunderbar „betreut“ zu werden.

Es war ja zu erwarten, das ich irgendwann in Situationen komme, die ich nicht so einfach wegstecke, auch wenn ich mich gerne selber anders sehe, gut zu erkennen daran, das ich a) überhaupt erst einmal einen „Fehler“ suche und b) diesen gleich bei mir vermute. Ich dachte, das ich darüber hinweg bin, aber nun gut: existentielle Erfahrungen werfen einen in erlernte, „erfolgreiche“ Verhaltensmuster zurück. Insofern interpretiere ich den Gewinn an Erfahrung, den ich diese Woche hatte, noch anders als nur fürs Praktikum und die Ausbildung. Es hat sich gelohnt, genau hinzusehen, auch wenn ich einen Schubs von außen brauchte.

So war es mir dann auch wieder möglich meiner Lehrerin, als sie mich fragte, wie ich damit umgehe, das Menschen kommen um zu gehen zu antworten, das für mich eigentlich nicht der Tod im Vordergrund steht, sondern das Leben davor; auch wenn es nur Wochen oder sogar nur Tage sind. Das ich der Meinung bin und auch die Erfahrung machen konnte, das die (meisten) Menschen keine Angst vor dem Tod haben, sondern vor dem Sterben und dem Bild, das sie davon haben: einsam, leidend, und das ich froh bin (auch wenn ich als Praktikant nur kurze Zeit dort bin – aber es gibt Menschen, die das jeden Tag tun – Daumen hoch), dabei helfen zu können, den Menschen diese Ängste zu nehmen, so gut es eben geht.

Der Blickwinkel macht den Unterschied – es geht um das Leben.

 

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Pflegepraktikum im Hospiz – 4. Woche was last modified: März 13th, 2015 by Heptopus
 

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6 Gedanken zu “Pflegepraktikum im Hospiz – 4. Woche

  1. Hallo,
    ich befinde mich auch gerade in der Ausbildung zur HEP. Ich lese deinen Blog sehr gerne und freue mich jedesmal, wenn es einen neuen Eintrag gibt. Deine Erfahrungen geben mir persönlich immer noch mal Anreize für meine eigene Arbeit. Ich wünsche dir noch viel Kraft für dein Praktikum. Ich habe sehr großen Respekt vor Menschen, die in einem Hospiz arbeiten. Halte durch!

    LG

    • Hallo Evelyn,
      vielen Dank fürs Lesen und ich freue mich, das Dir mein Blog gefällt.
      Das Praktikum ist eine tolle Erfahrung, aber fürs nächste suche ich mir dann wahrscheinlich doch ein „stinknormales“ aus 🙂

      Liebe Grüße

  2. Also mein lieber Tobi ich bin schwer beeindruckt.
    Sowohl über deine Tätigkeit und über deine Art dies hier zu verfassen. Ich wollte eigentlich nur mal kurz lesen was es bei dir Neues gibt und habe jetzt alle Pratikumswochen gelesen.

    Ich hoffe du kommst gut mit deiner Arbeit dort klar, ich finde es immer sehr schwierig beruflich in ein Hospiz zu müssen. Allein über das was du hier schreibst habe ich eine gewisse Vorstellung von deinen Patienten und muss selbst per Lese-Ferndiagnose sagen: 208 geht einem schon irgendwie Nahe.

    Naja ich wünsche dir viel Erfolg und einen gutes Arbeiten und wenig emotionale Konflikte.

    Irgendwie liest es sich für mich selbst etwas grotesk aber ich freue mich deine kommenden Wochen zu lesen.

    Hauste rein

  3. Sehr bewegend…besonders weil bei meinem Onkel der Sterbeprozess einsetzt….

    Wie lange dauert das Praktikum?
    Könntest du vielleicht eine Übersicht machen,
    z.B. 208= männlich, die und die Krankheitsbilder…
    eben wie du die Patienten beschreibst. So kurz über oder unter dem eigentlichen Post. Finde es sehr schwierig sich nach einer Woche zu erinnern, wer noch 208 war 🙂

    Großes Lob trotzdem 🙂

    • Hallo Andrea,
      vielen Dank für dein Feedback. Auf die eigentlich einfachsten Dinge kommt man selbst nie… ich werde mir das mit der Übersicht zu Herzen nehmen.
      Das Praktikum geht insgesamt über sechs Wochen, also noch zwei verbleibend.
      Ich wünsche dir viel Kraft!
      LG

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